Die Übung der Glocke der Achtsamkeit
Horch, horch! dieser wunderbare Klang bringt mich zurück zu meinem wahren Selbst.
Die
Achtsamkeitsglocke ist die Stimme Buddhas, eines erwachten, vollendeten
Menschens, die uns zu uns selbst zurückruft. Wenn wir sie hören, atmen
wir sehr bewußt drei bis vier mal und kehren in das "Hier und Jetzt"
zurück.
Wir hören wieder den
Wind, den Gesang der Vögel und alle Alltagsgeräusche, sehen Farben und
Formen intensiver, lassen uns neu mit einer friedvolleren und
entspannteren Haltung auf die jeweilige Situation ein. Auch
Kirchenglocken, Polizeisirenen und viele andere Geräusche wie zum
Beispiel das Telefonläuten, die unsere Aufmerksamkeit erregen, können
wir zur Glocke der Achtsamkeit erklären. Eine
Uhr auf meinem Schreibtisch erinnert mich alle Viertelstunden mit
Glockentönen daran zum bewussten Atmen zurückzukehren. Das Telefon
dreimal läuten lassen gehört zu meiner sehr wirkungsvollen Übung. Ich
atme in dieser Zeit, um dann achtsam und freundlich mit meinem
Gesprächspartner (ob Freund oder unangenehmer Zeitgenosse) in Kontakt
zu treten. Lächelnd und entspannt den Hörer abzunehmen ist eine
wunderbare Übung, jederzeit gut bei sich zu bleiben.
Gerade während schwieriger Situationen im familiären, beruflichen oder
gesellschaftlichen Umfeld hat sich die Glocke der Achtsamkeit und das
"zu sich nach Hause gehen" und bewusst zu atmen ausserordentlich
bewährt. So oft wie möglich bei sich zu Hause und nicht "ausser sich"
zu sein ist das Ergebnis dieser Praxis. Sie ermöglicht uns, die
achtsame Präsenz weitgehend zu bewahren.
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